Über Wallabys

Als Wallabys werden mehrere Arten aus der Familie der Kängurus bezeichnet. Der Begriff Wallaby ist allerdings nicht eindeutig. Im engeren Sinn zählen nur acht kleinere Arten der Gattung dazu – wie das Rotnackenwallaby.

Es gibt zwei Unterarten auf dem australischen Festland und auf Tasmanien. Die tasmanische Unterart wird Bennett-Wallaby oder Bennett-Känguru genannt.

Rotnackenwallabys leben in den Küstenregionen des östlichen und südöstlichen Australiens, in den Bundesstaaten Queensland, New South Wales und auf der Insel Tasmanien.

AUSSEHEN

Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 92 bis 105 cm. Ihr Schwanz ist rund 70 bis 75 cm lang. Das Gewicht der Tiere beträgt 14 bis 19 kg, wobei die Männchen deutlich größer als die Weibchen werden.

Ihren Namen haben sie vom rötlichen Fell im Nacken- und Schulterbereich, der übrige Körper ist graubraun gefärbt.

BESCHREIBUNG

Wallabys haben den charakteristischen Känguru-Körper:
An einem runden Hinterleib setzen lange, kräftige Beine und ein langer Schwanz an. Die Hinterbeine sind wesentlich stärker ausgebildet als die Vorderbeine.

Der lange Schwanz dient vor allem bei den großen Sprüngen dem Gleichgewicht. Beim Grasen dient er den Tieren als Stütze.

LEBENSWEISE

Lebensraum dieser Tiere sind vorwiegend Eukalyptuswälder und daran angrenzende, offene Grasflächen. Sie sind in erster Linie dämmerungsaktiv, wobei sie auch manchmal bei Tageslicht nach Nahrung suchen. Sie haben kein ausgeprägtes Sozialverhalten, viele Tiere leben einzelgängerisch, können sich aber auch zu losen, nicht dauerhaften Gruppen zusammenschließen. Die Nahrung ist wie bei allen Kängurus pflanzlich und besteht aus Gräsern, Kräutern und Schößlingen.

Die Tiere können sich das ganze Jahr über fortpflanzen. Die Tragzeit beträgt rund 30 Tage, das neugeborene verbringt seine ersten neun Lebensmonate im Beutel der Mutter und wird mit 12 bis 17 Monaten entwöhnt. Wie bei vielen Känguruarten lässt sich auch bei ihnen eine verzögerte Geburt beobachten. Die männlichen Wallabys besitzen keinen Beutel.